Statistik Südafrika, Teil 20

27. Etappe: Sanipass – Albert Dam (Pietermaritzburg) – Royal Natal NP – Golden Gate NP – Johannesburg – Lobatse (Botswana)

Strecke: ca. 1200 km (mit unseren Umwegen)

Hinweise:

  • Die Auf- bzw. Abfahrt vom Sanipass ist auf südafrikanischer Seite ob ihrer Steilheit und der engen Kurven berühmt berüchtigt. Auf einer Strecke von 8 Kilometern werden rund 1000 Höhenmeter bewältigt. Für die Passage ist zwingend ein Fahrzeug mit Vierradantrieb und erhöhter Bodenfreiheit erforderlich. Die Schotterpiste ist für LKW nicht geeignet.
  • Hat man die Passabfahrt bewältigt, gibt es an der weiteren Strecke in Himeville und Underberg einige schöne Cafés zum Relaxen.
  • Die Zufahrt zum Albert Falls Dam ist auf der R33 gut ausgeschildert. Es empfiehlt sich, schon in Pietermaritzburg konsequent die R33 Richtung Norden zu benutzen, auch wenn das Navi dort eine andere Idee hat.
  • Als Alternative zur quirligen und kostenpflichtigen N3 lohnt es, auf der Fahrt nach Norden die R103 zu benutzen. Der Howick-Wasserfall ist im gleichnamigen Örtchen gut beschildert. Eine Besichtigung ist in jedem Fall zu empfehlen.
  • In Estcourt führt die R103 direkt am kommunalen Campingplatz vorbei. Der ist jedoch nicht halb so schön wie der Übernachtungsplatz am Wagendrift Dam, der einige Kilometer außerhalb von Estcourt liegt.
  • Kurz vor dem Örtchen Bergville sieht man linker Hand das beeindruckende Massiv des Cathedral Peak. Die Straße in den Royal Natal Nationalpark ist bis zum Ende geteert und kann problemlos mit normalem PKW befahren werden.
  • Auf der Fahrt vom Royal Natal Nationalpark zum Golden Gate Nationalpark führt die Route an einem der größten Stauseen Südafrikas vorbei.
  • Für die Passage des Golden Gate Parks braucht man wegen der vielen Fotostopps viel Zeit. Wir wünschen Nachahmern schönes Wetter!
  • Sowohl Clarens als auch Betlehem sind auf dem Weg nach Johannesburg recht hübsche Städtchen, wo man gut eine Lunchpause einlegen kann.
  • Rund um Johannesburg führt eine mautpflichtige Autobahn. Die Maut wird über große Traversen elektronisch erfasst. Dazu benötigt man einen kleinen Receiver im Fahrzeug. Woher man den bekommt, hat sich für uns leider nicht erschlossen. So sind wir wahrscheinlich nur fotografiert worden. Mal schauen, was da noch kommt – zumindest hat man uns bei der Ausreise nicht gleich verhaftet.
  • Der Grenzübergang an der N4 nach Botswana ist etwas unübersichtlich. Man gelangt jeweils über einen Kreisverkehr weiter. Im schlimmsten Fall einfach noch eine Runde fahren!

bezaubernde Stimmung zum Sonnenuntergang am Albert Falls Dam

Übernachtungen:

Camping Albert Falls Dam 29°28.013`S, 30°23.352’E, 200 ZAR, http://msinsi.co.za/albert-falls
Camping Wagendrift Dam, Estcourt 29°02.703’S, 29°50.608’E 240 ZAR, http://www.kznwildlife.com/wagendrift-camping-caravaning.html
Royal Natal NP 28°.41402’S, 28°56.815’E 220 ZAR, http://www.kznwildlife.com/wagendrift-camping-caravaning.html
Golden Gate Nationalpark 28°30.339’S, 28°37.093È 220 ZAR zzgl. Eintritt in den Nationalpark, http://www.southafrica.net/za/de/articles/entry/article-southafrica.net-golden-gate-highlands-national-park

In Johannesburg haben wir bei Tom und Eva übernachtet, es gibt jedoch eine ganze Reihe von guten Stellplätzen in und um Johannesburg.
Die Preise für die Stellplätze sind jeweils für 2 Personen und das Fahrzeug pro Nacht in Südafrikanischen Rand angegeben. Der derzeitige Umrechnungskurs liegt derzeit bei etwa 17,00 ZAR für einen Euro. Die Eintrittspreise für die Natur- und Nationalparks sind für jeden Tag des Campingaufenthaltes zu zahlen. Für Inhaber einer Wildcard entfällt das Entgelt.

Die Rezeption vom Campingplatz Albert Falls Dam befindet sich direkt an der Einfahrt zum Naturreservat linker Hand. Das unscheinbare Gebäude ist nicht ausgeschildert. Von der Rezeption bis zum Platz selbst sind es noch knappe 7 km! Wir hatten die Hoffnung fast aufgegeben, das Camp noch zu finden. Auf der Teerstraße dorthin sind zahlreiche Rumpelbumps eingebaut. Die Stellplätze selbst sind auf weitläufigem Areal verteilt und liegen auf Wunsch direkt am Ufer des Stausees. Strom- und Wasseranschlüsse finden sich jeweils in der Nähe der Wiesenplätze. Die sanitären Anlagen sind sauber und funktionell. Es gibt keine Möglichkeiten zum Einkehren oder Einkaufen, das sollte man in Pietermaritzburg erledigt haben. In der Abenddämmerung schauen Zebras und Antilopen im Camp vorbei.

Vom Camp im Golden Gate Nationalpark beginnen einige interessante Wanderwege.

Der Campingplatz am Wagendrift Dam in der Nähe von Estcourt ist für Naturliebhaber die bessere Alternative zum kommunalen Platz im Ort. Im Gegensatz zum Albert Dam Camp sind hier von der Rezeption zu den Stellplätzen lediglich noch zwei Kilometer zurück zu legen. Hier findet der Camper eine Wiese direkt am Ufer des Stausees mit Schatten spendenden Bäumen. Strom- und Wasseranschlüsse sind ebenso vorhanden wie saubere Sanitäranlagen. Vom Campingplatz aus kann man einige schöne Spaziergänge unternehmen. Der Stausee selbst ist ein Wassersport- und Anglereldorado. Die Lebensmittelvorräte sollte man in Estcourt aufgefüllt haben, im Camp gibt es weder Geschäfte noch eine Gaststätte.

Die Anfahrten von den Rezeptionen zu den Camps werden kürzer: Im Royal Natal Nationalpark sind es nur noch rund 1000 Meter. Auf dem Campingplatz angekommen, wähnt man sich in einem großen Park mit gigantischer Bergkulisse auf der einen Seite und lieblichem Hügelland auf der anderen Seite. Obwohl es am Frühstückstisch kalt war, haben wir den Ausblick jeden Morgen genossen. Die Stellplätze sind auf einer großen Wiese angeordnet, Schatten spendende Bäume sind inclusive. Einige Waldarbeiter aus Malawi waren allerdings schon heftig mit der Säge zu Gange. Wir wissen nicht, wie lange es das Paradies in dieser Form noch gibt. Strom und Wasser liegen in der Nähe der Parzellen an. Da die Stellplätze an der Rezeption zugewiesen werden, lohnt vorher ein Blick auf das Areal. Die sanitären Anlagen sind funktionell, jedoch hätte man sich etwas mehr Sauberkeit gewünscht. In der Rezeption kann man einige Lebensmittel und Getränke kaufen, die Preise sind allerdings gepfeffert. Ebenfalls in der Rezeption gibt es für kleines Geld die Beschreibung der Wandertouren. Sehr angenehm: Im Camp beginnen und enden fast alle Wanderwege in die Berge. Man kann das Auto getrost einige Tage stehen lassen.

Ein Park mit fantastischer Kulisse: Der Campingplatz im Royal Natal Nationalpark.

Vom Royal Natal Nationalpark zum Golden Gate Park ist es nicht sehr weit. Bei der Anfahrt lohnt es, einen Abstecher nach Harrismith zu machen, um die Vorräte aufzufüllen. Der Campingplatz liegt an der schönsten Stelle im Nationalpark direkt an der Durchfahrtsstraße. Bei der Einfahrt zu den Stellplätzen biegen die meisten Leute nach rechts ab, links unten liegen nach unserer Meinung die schöneren Wiesenplätze. Strom, Wasser und sanitäre Anlagen sind in ausreichender Zahl vorhanden, eine saubere und gut ausgestattete Camperküche vervollständigt das Angebot. Direkt in der Einrichtung gibt es eine Tankstelle und einen kleinen Laden für das Notwendigste. Zum Restaurant muss man einen Kilometer die Straße hinunter laufen, dort kann man im Hotel einkehren. Eine Reservierung ist erforderlich. Wie im vorhergehenden Naturpark bekommt man auch hier die Beschreibung der Wanderwege in der Rezeption. Die Routen beginnen im Camp und sind bestens markiert. Besonderen Reiz haben die Spaziergänge im Abendlicht.

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