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Südfafrika – zurück zu den schönsten Stationen (1)

Fast vier Jahre hatten Barbaras Eltern während unserer Reise das heimische Basecamp in Leipzig gemanagt. Unzählige Schriftstücke wurden gescannt und an uns weitergeleitet. So mancher unaufschiebbare Gang wurde von den Eltern erledigt. Schon während der Reise überlegten wir, wie wir uns bei den Eltern angemessen bedanken könnten. Nun kam uns die Idee, auch ihnen das Stück Erde zu zeigen, was uns über viele Jahre fasziniert hat. Leider konnte Babsis Vater unser Vorhaben nicht mehr miterleben. Umso mehr freute sich die Mutti Gudrun, als wir für sie eine Reise zu einigen der schönsten Plätzen Südafrikas planten. Ihre Nichte Conny schloss sich uns an und wir starteten zu Dritt ins Abenteuer Südafrika. Leider konnte Babsi zunächst nicht mitfahren.

Den langen Flug nach Johannesburg steckte Gudrun weg wie eine Achtzehnjährige. Unser südafrikanischer Freund Tom holte uns vom Flughafen ab und startete umgehend das Besuchsprogramm. Faszination pur war für die kleine Gruppe der Besuch des Vortrekkerdenkmals, ähnelt es doch in groben Zügen dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal. Die ersten Tiere präsentierte Jörg den beiden Frauen in einem Naturpark nahe Joburg . Und schließlich wandelte unsere kleine Reisegruppe in Sterkfontain auf den Spuren der Menschheitsgeschichte. Nach einigen Tagen der Eingewöhnung und des Verwöhnens durch unseren Gastgeber Tom mieteten wir uns ein Wohnmobil und brachen zum Krüger Nationalpark auf. Voila, so viele Tiere zu sehen, hatten wir dort nicht erwartet. Die Reisezeit war günstig, denn die Tiere versammelten sich, ob der noch anhaltenden Trockenzeit, an den Wasserläufen.  So streiften wir fast eine Woche durch die Weiten des Krügers, wobei jede Menge faszinierende Fotos entstanden.

Leider reichte die Zeit nicht, den gesamten Naturpark zu durchfahren. So drehten wir in der Mitte ab und steuerten die Transvaal Drakensberge an. Nicht ganz so hoch wie ihre Namensvetter etwas weiter südlich, bietet sich jedoch auch hier ein spektakuläres Landschaftserlebnis. Beginnend mit der Auffahrt zum Abel Erasmus Pass mussten wir uns beeilen, die Felsen der Three Rondavels hoch über dem Blyde River noch in der Abendsonne zu erwischen. Für die folgende, 50 Kilometer lange Panoramastraße brauchten wir anschließend geschlagene zwei Tage. Selbst das war noch zu wenig. Vom Besuch der Echo Cave über die Bourke’s Lock Potholes  und God`s Window landeten wir schließlich im Örtchen Graskop. Der atemberaubende Panoramapool dort bot ein erfrischendes Bad im letzten Sonnenlicht des Tages. Weniger spektakulär präsentierten sich die Wasserfälle in der Gegend, da die Flüsse auf Grund der Trockenzeit kaum Wasser führten.

Durch den in diesem Landstrich häufig auftretenden Frühnebel ging es nach zehn erlebnisreichen Tagen zurück nach Johannesburg. Hier feierte Jörg seinen runden Geburtstag. Sowohl Tom und Eva als Gastgeber als auch Conny und Gudrun gaben sich alle Mühe, den Tag schön zu gestalten. Als Event hatte sich Jörg den Besuch des Apartheid-Museums gewünscht. Für diese faszinierende Ausstellung südafrikanischer Geschichte war vor einigen Jahren nicht genügend Zeit. Nachdem uns Tom noch durch eine tiefblaue Yakaranda – Allee gefahren hatte (das war eines der Blumenpräsente zum Geburtstag), klang der Tag mit einem Besuch im Monte Casino aus. Lange schlenderten wir durch das nachgenbaute Toscana-Dörfchen, bevor wir in einem gemütlichen Fischrestaurant landeten. Nach dem Essen gab es eine Liveschaltung zu Babsi nach Leipzig. Sie freute sich auf unser gemeinsames Wiedersehen in Kapstadt.

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