Australien Statistik Teil 10, Brisbane – Cairns

Strecke: Brisbane – Glass House Mountains – Noosa Heads – Fraser Island – Rockhampton – Eungella Nationalpark – Cape Hillsborough Nationalpark – Airlie Beach – Townville – Paluma Nationalpark – Wallaman Falls – Mission Beach – Etty Bay – Babinda – Cairns – Port Douglas – Cape Tribulation

Streckenlänge: ca. 2500 km

Hinweise und Tipps zur Tour

  • Von Brisbane lohnt der kleine Umweg über die M5 zum Mount Cot- tha. Hier hat man einen schönen Abschiedsblick auf die Stadt, und es gibt einige Wanderwege durch den Regenwald. Ganz in der Nähe befindet sich der sehenswerte Botanische Garten.
  • Etwa 70 Kilometer nördlich von Brisbane sieht man linker Hand die Vulkankegel der Glass House Mountains. Hier kann man an der Raststätte S26 55.250, E152 59.700 den Bruce Highway verlassen und nach links in den Gemeindeverband Glass House Mountains fahren. Hier gibt es ein Besucherzentrum, wo man kompetent beraten wird. Wer wenig Zeit hat, sollte sich an der Raststätte rechts halten. Hier gelangt man nach etwa einem Kilometer zu einem Parkplatz, an dessen Ende ein breiter Weg zum Wild Horse Lookout beginnt (1,5 km Hin- und Rückweg). Bestes Fotolicht ist vormittags.
  • Etwas weiter nördlich hat man vom Mary Cairncross Scenic Reserve nochmals einen schönen Blick auf die Vulkankegel. Hier beginnt auch ein schöner Weg parallel zum Bruce Highway durch das Hinterland der Sunshine Coast. In dem lieblichen, von Landwirtschaft und Regenwäldern durchzogenem Hügelland gibt es einige Wasserfälle zu sehen. Wer ein Bad im Meer nehmen möchte, kann an beliebiger Stelle zur Sunshine Coast abbiegen.

Markant stechen die Vulkankegel der Glass House Mountains aus der Umgebung heraus

  • Noosa Heads ist ein geschäftiger, aber nicht unangenehmer Ferienort am nördlichen Ende der Sunhine Coast. Neben Radfahren und Wandern lohnt hier auch ein Bootsausflug in die Australischen Everglades.
  • Mit einem Allradfahrzeug kann man von Noosa Heads am Strand entlang zu Fraser Island fahren. Vorher muss bei der Nationalparkverwaltung kurz vor der Autofähre in Tewantin ein Permit für die Strandfahrt erworben werden. Als günstig erweist sich außerdem ein Blick auf die Gezeitentabelle. Nach rund 50 Kilometern Fahrt gelangt man zum Rainbow Beach, etwa 10 Kilometer weiter legt die Fähre nach Fraser Island am Strand ab. Ohne geländetaugliches Fahrzeug sollte man in den Orten entlang des Bruce Highway auf eine organisierte Tour nach Fraser Island zurückgreifen.
  • Bundaberg wird das Tor zum Great Barrier Riff genannt. Die Kleinstadt liegt am südlichen Ende des Riffs, allerdings ist die Fahrzeit mit dem Boot dorthin noch beträchtlich. Berühmt geworden ist der Ort auch durch seinen Rum.
  • In Gladstone befindet sich der derzeit nördlichste Aldimarkt Australiens. Hier kann man sich nochmal relativ günstig mit Lebensmitteln eindecken. Weitere Märkte des Discounters in Richtung Cairns sind allerdings schon im Bau.
  • Wer von überfüllten Campingplätzen an der Küste die Nase voll hat, dem sein ein Abstecher zur Alkoomi Farm etwa 40 km vor Rockhampton empfohlen. Hier kann man gut und preiswert übernachten. Außerdem erhält man einen kleinen Einblick ins australische Farmleben.
  • In Rockhampton überquert man gleich am Ortseingang den Wendekreis des Steinbocks. Die Infotafel steht direkt am Besucherzentrum, wo man sehr kompetente Auskünfte zum Ort und dessen Umgebung erhält. Lohnenswert ist ein Spaziergang entlang der liebevoll sanierten Häuser an der Waterfront und ein Besuch des Botanischen Gartens.

In Rockhampton überquert man den südlichen Wendekreis.

  • Zwischen Rockhampton und Mackay fährt man durch den langweiligsten Abschnitt der gesamten Tour. Hier kann man auf dem Bruce Highway zügig „Strecke machen“.
  • Entlang der Route mehren sich nun die Zuckerrohrfelder. In Sarina kann man sich auf einer Tour durch die Zuckerfabrik über die Verarbeitung der Pflanze sehr anschaulich informieren. Tickets gibt es im Besucherzentrum, dort bekommt man zur Beratung auch eine Tasse Kaffee serviert.
  • Am Ortseingang von Mackay zweigt die Straße durch das Pioneer Valley zum Eungella Nationalpark ab. Wer bis zu dem Zeitpunkt noch keine Schnabeltiere in Australien gesehen hat, wir hier garantiert fündig. Der Abstecher führt rund 80 km ins Inland hinein.
  • Viele Leute beschränken ihren Aufenthalt am Cape Hillsborough auf die morgendliche Kängurushow am Strand. Es gibt allerdings einige schöne Wanderwege rund um das Kap, die durchaus einen etwas längeren Aufenthalt rechtfertigen.
  • Airlie Beach ist der Ausgangpunkt zu den Whitsunday Inseln. Der Ort eignet sich auch als Basis für einen Ausflug zum äußeren Great Barrier Riff, wobei man mit über zwei Stunden Anfahrt rechnen muss. Vor Ort gibt es jede Menge Tourenanbieter. Wer die Landschaft genießen möchte, ohne auf die Inseln zu fahren, dem sei eine Wanderung an der Küste im Conway Nationalpark empfohlen. Unvergesslich bleibt auch ein Flug über die Inseln und zum Riff.
  • In Townsville lohnt ein Abstecher zum Castle Hill. Auf einigen kleinen Spazierwegen hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt, die Küste und auf Magnetic Island. Sehenswert in Townsville ist außerdem das Kissing Point Fort rund um den Meerwasserpool am nördlichen Ende der Strandmall.
  • Nördlich von Townsville rücken die Berge der Great Dividing Range immer näher an die Küste heran. Auf Grund der feuchten Meeresluft gedeiht hier der Regenwald besonders üppig. Einen schönen Eindruck der Landschaft bekommt man im Paluma Nationalpark. Hier sind die Jourama – Wasserfälle mit einem kurzen Abstecher vom Bruce Highway recht gut zu erreichen.
  • In Ingham zweigt eine schmale, aber geteerte über 40 Kilometer lange Stichstraße zu den Wallaman Falls vom Bruce Highway ab. Hier muss man konsequent der Ausschilderung folgen, da man sich sonst auf den kleinen Sträßchen zwischen den Zuckerrohrfeldern verfährt. Der Abstecher zu den mit 268 Metern höchsten Einzelwasserfall Australiens lohnt unbedingt.
  • In der Region Mission Beach reicht der Regenwald bis an die Küste. Hier gibt es einige kurze Wanderpfade durch die beindruckende Vegetation. Einsame lange Sandstrände vervollständigen das perfekte Naturerlebnis.

Der Regenwald bei Mission Beach zaubert bizarre Formen.

  • Einige Kilometer weiter nördlich kann man am Kurrimine Beach bei Ebbe auf das Kings Riff wandern, was allerdings weitestgehend abgestorben ist.
  • Wer in der Region Mission Beach noch keinen Kasuar entdeckt hat, kann sein Glück in Etty Bay nochmals versuchen. In der kleinen Bucht sind einige der bis zu 1,70 Meter großen, bunten Laufvögel heimisch.
  • In Innisfail trifft der große Waterfall Circuit, der von Cairns über die Atherton Tablelands zur Küste führt, auf den Bruce Highway (siehe Australien Statistik 11, Cairns-Alice Springs). Die Josephine Falls sind mit einem rund 8 Kilometer Abstecher von der Hauptstraße zu erreichen. Etwas weiter nördlich lohnt ein Besuch der Babinda Boulders. Ein kurzer Wanderweg führt durch die beeindruckende Schlucht. Sowohl an den Josephine Falls als auch an den Boulders sollte man die Badesachen nicht vergessen.
  • Cairns hat eine recht lebhafte Kneipenmeile an der Waterfront. Betrieb herrscht hier, wenn die Touristen gegen fünf von ihren Ausflügen zurückkehren.
  • Zwei Dinge sollte man in Cairns nicht verpassen. Zum einen hat man von hier relativ kurze Wege zum äußeren Great Barrier Riff und zum zweiten lohnt ein Ausflug mit der Seilbahn über den Regenwald nach Kuranda. Die Rückfahrt mit der Kuranda Bahn durch die Schlucht des Barron River rundet einen erlebnisreichen Tag ab.
  • Manche behaupten, dass der Captain Cook Highway zwischen Cairns und Port Douglas die schönste Küstenstraße der Welt sei. Wir meinen, es kommt der Sache recht nahe, die Ausblicke sind in jedem Fall überwältigend.
  • Port Douglas ist ein lebhafter Urlauberort, der einen Abstecher vom Highway lohnt. In der Nähe führt ein schöner Wanderweg in die Mossman-Schlucht.
  • Fährt man von Port Douglas weiter nach Norden, kann man bis Cooktown die Teerstraße benutzen. Ab hier führt eine mehrere hundert Kilometer lange Piste in den äußersten Norden der York Halbinsel.

Am Cape Tribulation kann man bedenkenlos baden.

  • Die schönere Alternative, Cooktown zu erreichen führt über Cape Tribulation. Nach der Überquerung des Daintree River mit der Autofähre (Wartezeiten einplanen!) führt eine schmale Teerstraße durch den Regenwald bis zum Kap. Von dort geht es auf einer Piste, deren Zustand man unbedingt erfragen sollte, weiter nach Cooktown. Im Allgemeinen wird zwischen Cape Tribulation und Cooktown ein 4WD-Fahrzeug empfohlen.
    Allgemeines
  • Die Campingplätze in den Nationalparks müssen über https://qpws.usedirect.com/qpws/ vorgebucht werden.
  • In manchen Besucherzentren ist die Beratung schlecht, teilweise sogar falsch. Das liegt daran, dass in den Einrichtungen Saisonkräfte oft von Weither arbeiten, die von der betreffenden Gegend kaum Ahnung haben. In Besucherzentren, die mit einheimischen Fachkräften besetzt sind, ist die Beratung dagegen meist sehr gut.
  • Auf der Strecke zwischen Cairns und Brisbane sind jede Menge Backpacker und in den Wintermonaden auch Grey Nomads unterwegs. Die Campingplätze an den attraktiven Orten sind häufig ausgebucht. Insbesondere während der Winterferien ist es schwierig, einen attraktiven Campingplatz an der Küste zu bekommen, da diese bereits Monate vorher ausgebucht sind.

Am Straßenrad findet man immer wieder gut gekleidete Termitenhügel.

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